Leid, warum lässt Gott das zu?

Wenn man das Leid auf der Erde mal genauer betrachtet......

...... hört man in dieser Welt:

  • warum das Töten und Morden?
  • warum dieses Lügen und Betrügen?
  • warum Krankheit und Tod?
  • woher kommt das alles?
  • Wo ist Gott?
  • wenn Gott wirklich allmächtig und liebevoll wäre, warum diese Ungerechtigkeit in dieser Welt?

Wer diese anklagenden Fragen stellt, sollte bedenken:

Wer ist es denn, der Leid und Tränen in dieser Welt verursacht?

Denken wir nur an die Kinder, die viel leidvolles erfahren in der Familie. Diese Kinder, die durch falsche Erziehung, Abwesenheit, Scheidung, Streitereien und vieles mehr massive seelische Verletzungen zugefügt bekommen, geben es oftmals an die nächste Generation weiter. Aus dieser Perspektivlosigkeit resultiert oftmals eine Hilflosigkeit oder Resignation. Es ist ein Kreislauf ohne Ende.....

Manch einer ruiniert sein Leben durch Alkohol, Drogen und sexuelle Verirrungen. Auch Machtstreben, rücksichtsloses Karrieremachen, gehört in diese Kategorie. Das Ende der Fahnenstange sind oftmals Essstörungen, Leistungsabfall, Stress und Krankheit. 

Ein weiterer Bereich des Leides ist, warum so viele Menschen auf der Erde hungern müssen? Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass die Welt der Menschheit im eigentlichen Sinne genügend Nahrung zur Verfügung stellt - nur wir sind unfähig diese gerecht zu verteilen. Reiche Länder vernichten ihren Überfluss, anstatt ihn weiterzureichen.

All das ist nicht Gott gewollt, sondern menschengemacht, aber trotz alledem taucht dann die immer wieder gestellte Frage auf: "Warum lässt Gott das zu?" Hier sollten wir sehr klar unterscheiden: Der Mensch ohne Gott handelt gegen Gottes Willen und Frieden. Andererseits aber ist es gut zu wissen, dass Gott uns schließlich unseren freien Willen gelassen hat, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Also, wenn wir Gott anklagen: "Warum lässt er Leid zu", können wir nicht ignorieren, dass Gott das Leid nicht will.

Sind wir als autonome Menschen nicht die Verursacher des ganzen Leid`s? Die o.g. Liste ist nur ein kleiner Teil des ganzen Leid`s was auf dieser Erde geschieht, und hierfür können wir nur den "Menschen" zur Rechenschaft ziehen - oder?

 

Gott wollte und will kein Leid

Gottes ursprüngliche Schöpfung war frei von Leid, Ungerechtigkeit, Blut und Tränen. Erst durch die Rebellion des Menschen gegen Gott hat diese Harmonie zerstört. Der Mensch wollte so sein wie Gott, und das wurde ihm zum Verhängnis. Gott ist der Herr der Schöpfung. Welch trauriger Zustand, wenn die Schöpfung (Mensch) zum Feind des Schöpfers wird. Der Mensch fragt nicht mehr seinen Schöpfer danach was für sein Leben gut und nicht gut ist - er will selbst entscheiden.

 

Warum und Wozu

Die quälende "WARUM-Frage" muss zur "WOZU-Frage" werden. Das Wozu weist uns immer den Blick in die Zukunft, nach vorn - weg von der leidvollen Situation. Oft, wenn uns Leid widerfährt, stellt sich für uns sofort die Frage: Warum gerade ICH!? Man sollte es bei dieser Frage nicht belassen, sondern sollte die Hintergründe erforschen. Hier findet kein Rückblick im klassischen Sinne statt, sondern eher eine starke Fokusierung auf das Problem, um eine klare Blickrichtung für die Zukunft zu erhalten.

Oftmals erlangt Gott durch das geschehene Leid erst unsere Aufmerksamkeit. Gott will nicht, dass wir durch Leid zu Ihm kommen, sondern durch Dankbarkeit. Ist bei uns die Dankbarkeit Gott gegenüber ausgeprägt? Meistens brauchen wir Gott nicht, wenn es uns gut geht. Nur wenn Leid in unser Leben einbricht, wird sofort die Frage gestellt: "Warum lässt Gott dieses Leid zu?" Oftmals stehen wir am Rande der Verzweiflung, weil wir immer bei der "WARUM-Frage" stehen bleiben.

Hier ist die "WOZU-Frage" wichtig: "Herr, was hast Du mit meinem Leben vor?" Mit dieser Haltung sind wir offen für Auswege, die uns aus dem Leid herausführen. Im Nachhinein erkennen wir dann oft die Wegführung Gottes und seine für uns oftmals unerklärlichen Wege zu Ihm. Er möchte uns aus dem Leid herausführen, denn Er sagt: "Glücklich sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden." [Matthäus 5,4]

Jesus ist gerade dann bei uns, wenn unsere Not am grössten ist [Jesaja 66,13] Jesus Christus verspricht, dass denen, die Ihn lieben und unter seiner Führung stehen, alle Dinge - auch Leid - zum Guten beizutragen haben [Römer 8,28] Wenn ich mich auf dieser Grundlage bewege kann und darf ich sagen: Ich kann nicht tiefer fallen, als in die Hand Gottes. In dieser Gewissheit zu leben, macht mir Mut, denn Gott hält sein Versprechen.

Deshalb dürfen wir als Christen auch in leidvollen Situationen die "WOZU-Frage" stellen, und wir dürfen die Lasten vor Ihm ablegen, denn eines ist sicher: Gott hilft uns nicht immer am Leid vorbei, aber Er hilft uns hindurch.

"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanft-mütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."   [Matthäus 11,28-30]

Eine wunderbare Verheissung für die, die ihren Gott lieben, und sich gerne seiner Führung anvertrauen.

Ich wünsche Dir in deinem Leben eine solche Führung......

 

Wir geben gerne Auskunft und sind für Dich da, wenn Du Hilfe brauchst, Sorgen hast.....

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